
Lebensmittelbetrug erkennen und aufklären!

Vom Sommerurlaub kann bei Ministerin Cornelia Schmachtenberg und ihrem Team kaum die Rede sein. Fast täglich erreichen mich Pressemitteilungen aus ihrem Büro in Kiel.
Auch während ihrer Sommerreise reihten sich die Termine und Ankündigungen aneinander. Zum Beispiel:
4. August: „Marienkäfer zum Pflanzenschutz, neue Treffpunkte im Dorf und Lebensmittel unter der Lupe“Montag, 10. August 2026: „Innovationen für die Landwirtschaft“Donnerstag, 13. August 2026: „Starke Orte für starke Gemeinschaften“Freitag, 14. August 2026: „Solidarität mit der Ukraine und moderner Verbraucherschutz“
Dazu kamen Termine wie:
09:00 Uhr | Freunde helfen! Konvoi e. V., Marienhofweg 133–135, 25813 Husum
Oder – ganz passend zur sommerlichen Reiseagenda – die Ankündigung:
„Landwirtschaftsministerin Schmachtenberg lädt zur Netzwerkveranstaltung anlässlich des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft ein.“
👉📍Im Rahmen ihrer Sommerreise besuchte die Verbraucherschutzministerin Cornelia Schmachtenberg am 14.08. das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) in Neumünster.
Das riesige Landeslabor mit 260 Mitarbeitern in der Nachbarschaft der Holstenhallen ist in der Regel abgeschottet, weshalb ich mir den Termin nicht entgehen lassen wollte und zum Pressetermin fuhr.
In dieser zentralen Überwachungsbehörde werden Lebensmittel und Bedarfsgegenstände daraufhin untersucht, ob sie sicher sind und korrekt gekennzeichnet wurden.
Pünktlich aus Husum von einer Veranstaltung angereist, begrüßte Frau Schmachtenberg die Mitarbeiter des Landeslabors und die anwesenden Pressevertreter.
Als ich mich ihr vorstelle, meint die Ministerin: „Ah, von der Pressestelle Hohenaspe.”

Dr. Markus Weidner, Dr. René Bachmann und Laura Lüders vom Landeslabor stellten die analytischen Möglichkeiten vor.

Der jährliche wirtschaftliche Schaden in der EU beläuft sich auf mehrere Mrd. €.
Zahlt der Verbraucher viel Geld für minderwertige oder gestreckte Ware, beispielsweise billiges Sonnenblumenöl, das als teures Olivenöl verkauft wird, oder Zuckersirup, der als Bienenhonig angeboten wird?
Am häufigsten betroffen sind Olivenöle, Honig, Fisch und Fruchtsäfte.
Zu den letzten großen Betrugsfällen zählten der Pferdefleischskandal, gestrecktes Oregano und gefälschter Honig.
Im Bild: Die Ministerin lässt sich zum Beispiel die spektroskopische Verfahren von Lebensmitteln erläutern.

Eis mit echter Vanille oder mit künstlichem Vanillin? Wer schmeckt den Unterschied?
Oder der Orangensafttest: Wenn auf der Packung „100 % Orangensaft“ steht, darf kein Zucker zugesetzt sein. Welcher Orangensaft entspricht dieser Verordnung? Wie verhält es sich mit dem teuren Kokosblütenzucker? Wird der Verbraucher getäuscht?

Kokosblütenzucker wird als natürliche Zuckeralternative geschätzt, ist jedoch aufgrund seines hohen Preises anfällig für Lebensmittelbetrug. Verbraucherschutzministerin Cornelia Schmachtenberg betonte während ihres Besuchs im Landeslabor Schleswig-Holstein die Notwendigkeit einer starken Lebensmittelüberwachung zur Bekämpfung solcher Täuschungen. Das Labor verfolgt einen umfassenden Ansatz zur Aufdeckung von Betrug, der Früherkennung, Methodenentwicklung und Food Forensics umfasst.
Durch die Analyse internationaler Handelsdaten können auffällige Entwicklungen frühzeitig erkannt werden.
Neue spektroskopische Methoden ermöglichen effiziente Überprüfungen, speziell bei Kokosblütenzucker, Olivenöl und Honig.
Mit einem interdisziplinären Ansatz werden auch komplexe Fälle aufgedeckt. Damit wird sowohl der Verbraucher geschützt als auch das Vertrauen in die Lebensmittel gestärkt.