Die Ankündigung „Bis zur letzten Wortmeldung“ wurde trotz reger Beteiligung überraschend durchgezogen.
Die Informationsveranstaltung in Hohenaspe zur geplanten Errichtung eines Rechenzentrums war aufgrund wachsender Gerüchte notwendig.
Bürgermeister Hans Otte berichtete über die ursprünglichen Überlegungen zur Erweiterung des Gewerbegebiets Burgviert und erläuterte, dass die Idee für das Rechenzentrum von Hans-Jörn Arp, einem ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten, angestoßen wurde.

👉Die Standortwahl Hohenaspe wird durch verschiedene Faktoren unterstützt: die Nähe zum geplanten Umspannwerk in Mehlbek, gute Autobahnanbindungen und die bestehende Gewerbegebietsinfrastruktur.
Besonders die finanzielle Situation der Gemeinde ist entscheidend, da im Gespräch stehende Gewerbesteuereinnahmen von bis zu vier Millionen Euro pro Jahr für die Realisierung geplanter Projekte, wie den Ausbau von Kindertagesstätten und den Bau einer Mensa, von Bedeutung wären.
Aktuell belaufen sich die Steuereinnahmen der Gemeinde auf etwa 600.000 Euro, was die Notwendigkeit zusätzlicher Einnahmen verstärkt.
📍Ivan Y., der Projektkoordinator, stellte klar, dass sich das Vorhaben noch in einem frühen Planungsstadium befindet; ein Grundstück sei noch nicht erworben, und Bauanträge seien nicht eingereicht worden.
Die erforderlichen Planungen sollen drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.
Zudem wurde betont, dass es sich bei dem geplanten Rechenzentrum nicht um eine spezialisierte KI-Anlage handelt, sondern um ein „Normales Rechenzentrum“ handeln würde.
Viele Fragen verbleiben an diesem frühen Standpunkt, die im weiteren Verlauf des Planungs- und Genehmigungsverfahrens zu klären sind.
Die geplante Errichtung eines Rechenzentrums im Gebiet L127/Kakser Kirchenweg umfasst ein Hauptbaufeld von etwa 15 Hektar.
Vorgesehen sind die Nutzung von Abwärme in Gewächshäusern und möglicherweise der Bau eines Batteriespeichers.
Bisher wurden 16 Landeigentümer konsultiert, allerdings wurden die Anwohner in der Nachbarschaft nicht ausreichend in die Planung einbezogen und äußern Bedenken hinsichtlich Lebensqualität, Flächenverbrauch und Lärmbelastung durch die technischen Anlagen.
Auch die Erträge aus Gewerbesteuern könnten frühestens in 17 Jahren realisiert werden.
In der Diskussionsrunde wurden kritische Fragen zu Arbeitsplätzen, Investoren und Flächenbedarf laut, da spekuliert wird, dass insgesamt rund 50 Hektar benötigt werden könnten.
Weitere Informationen über Abstände zur Wohnbebauung sollen im kommenden Frühjahr vorgelegt werden.
Bei dem Treffen wurden zahlreiche offene Fragen zur Planung und zu den wirtschaftlichen Folgen des Projekts, das frühestens ab 2030 umgesetzt werden könnte, verdeutlicht.
👉 Der Projektkoordinator plant für April eine Reise zu einem Rechenzentrum bei Berlin für Interessierte aus Hohenaspe, um das Unternehmen greifbarer zu machen.