Mit dem Smartphone auf Pokémon-Jagd: Pokémon GO feiert zehnjähriges Jubiläum Itzehoe

05.09.2026  |   Maike Dudde  |   Allgemein Veranstaltung

 Menschen unterschiedlichen Alters laufen durch die Straßen, den Blick konzentriert auf ihr Smartphone gerichtet. 

Sie bleiben plötzlich stehen, treffen sich an bestimmten Orten, tauschen sich aus und ziehen gemeinsam weiter. 

Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, hat einen einfachen Grund: 

👨‍👩‍👧‍👦Sie sind auf Pokémon-Jagd. 

 Seit zehn Jahren gibt es Pokémon GO für Smartphones. 

Das Spiel gehört zur Gruppe der Augmented-Reality-Spiele (AR). Dabei wird die reale Welt mit digitalen Inhalten erweitert.

 ❗Wer Pokémon GO spielt, bewegt sich tatsächlich durch seine Umgebung und entdeckt dabei virtuelle Pokémon auf dem Smartphone. 

Die kleinen Figuren können gefangen, trainiert, getauscht und für Kämpfe eingesetzt werden.  Pokémon GO – das neuere Geocaching

Die Parallelen sind durchaus erkennbar: Beide Aktivitäten bringen Menschen nach draußen und lassen sie ihre Umgebung auf eine neue Art entdecken. 

Bei Pokémon GO wird die reale Welt allerdings um eine digitale Spielebene ergänzt. 

 Auch in Itzehoe und Umgebung gibt es seit mittlerweile zehn Jahren eine aktive Pokémon-GO-Community.

 Organisiert wird sie vor Ort von Isgard Labs, die seit rund eineinhalb Jahren Teil der offiziell anerkannten Gruppe von Niantic  ist. 

Isgard zeigt ihren Fang – den legendären Pokémon Mewtu – dem Typ Psycho. Er soll seit der ersten Spielgeneration existieren.

 Zum regelmäßigen Treffpunkt hat sich die St.-Laurentii-Kirche in Itzehoe entwickelt. 

Zweimal pro Woche treffen sich dort Spieler, um gemeinsam auf Pokémon-Jagd zu gehen, sich auszutauschen und bestimmte von der App vorgegebene Orte aufzusuchen.

 📍Die Größe der Gruppe kann dabei stark schwanken. „Manchmal finden sich nur fünf Teilnehmer ein, bei besonderen Events werden es aber auch schon mal über 100 Teilnehmer aus Itzehoe und dem Umland“, berichtet Isgard Labs. 

 Der Einstieg in die virtuelle Pokémon-Welt ist unkompliziert. Zunächst wird die App heruntergeladen und ein Spielkonto angelegt. Dann wartet eine besondere Herausforderung: ein Nickname muss her. „Lass deiner Fantasie freien Lauf“, lautet dabei die Devise – denn der eigene Name ist bereits vergeben, wenn jemand anderes ihn zuvor gewählt hat. 

 Danach kann die Suche beginnen. Mit dem Smartphone in der Hand geht es hinaus in die reale Welt, wo die ersten Pokémon in der näheren Umgebung entdeckt werden können. 

 Doch Pokémon GO ist längst nicht nur ein Spiel für Einzelkämpfer. Der Austausch innerhalb der Community gehört für viele ebenso dazu. Pokémon unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und ihrer Bewertung. 

Manche sind besonders stark, andere selten – und wieder andere werden einfach wegen ihres niedlichen Aussehens geschätzt.

 „Hier ist es wie in einem Sportverein, jeder kommt, wenn er Lust auf einen bestimmten Kurs hat“, beschreibt Isgard Labs die Gemeinschaft.

 Dabei geht es nicht zwangsläufig darum, möglichst viele Pokémon zu besitzen. Vielmehr stehen die Qualität, Seltenheit oder auch der persönliche Favorit im Mittelpunkt.

 Und so erklärt sich auch das ungewöhnliche Bild, das sich in Itzeoe und Umgebung immer wieder zeigt: Menschen ziehen gemeinsam durch den Ort, scheinbar versunken in ihre Smartphones.

 Sie sind nicht einfach unterwegs – sie sind auf einer digitalen Schatzsuche mitten in der realen Welt. Pokémon GO verbindet damit seit zehn Jahren Spiel, Bewegung, Entdeckung und Gemeinschaft – und hat auch in Itzehoe und Umgebung eine feste Fangemeinde gefunden.

Um die Aufmerksamkeit der Szene-Mitglieder zu gewinnen und sie dazu zu bringen, nicht aufs Handy, sondern in die Kamera zu schauen, musste für das Gruppenfoto schon einiges geleistet werden. Hat dann aber geklappt 🙂