Unsere Fahrradtour führte uns diesmal bis an die Kreisgrenze zum Landkreis Pinneberg.
Zunächst ging es über den Moorkanal Hörnerau – eine landschaftlich reizvolle Strecke, die rechts hinter Westermoor beginnt und sich für eine Radtour bestens eignet.

Als wir später in Richtung Winselmoor die Schienen neben der Spurbahn entdeckten, gingen wir zunächst davon aus, dass sie lediglich ein Relikt aus vergangenen Zeiten des Torfabbaus seien.

Doch weit gefehlt: Tatsächlich wird hier auch heute noch Torf abgebaut.
Das Stammgleis verläuft entlang eines Feldweges bis zu einem kleinen See.
Dort wird der Torf noch immer mit einem historischen Arbeitszug abtransportiert, der aus den beiden Lokomotiven „9“ und „56“ besteht.

Torfabtransport wie in alten Zeiten


Das Torfwerk liegt im Landschaftsschutzgebiet „Winselmoor/Hörnerauniederung“, das sich über Teile der Gemeindegebiete Westerhorn und Osterhorn bis an die Kreisgrenze zum Landkreis Pinneberg erstreckt.
Die eigentliche Torfabbaufläche befindet sich bereits im Kreis Steinburg (Amt Krempermarsch). Der historische Zug ist hier nach wie vor im Einsatz und verkehrt entlang der Kreisgrenze zwischen Steinburg und Pinneberg.
📍Der großflächige industrielle Torfabbau in den Mooren wurde bereits vor Jahren weitgehend eingestellt. Im Breitenburger Moor endete er zuletzt im Jahr 2010. Auf kleineren Restflächen wird jedoch weiterhin Torf gewonnen.
Zudem werden das Winselmoor und das Tütigmoor nach wie vor künstlich entwässert, da innerhalb und am Rand der Moore landwirtschaftliche Flächen weiterhin intensiv genutzt werden.