Trotz des grau verhangenen Himmels lockte der Brunsbütteler Bauernmarkt im Rahmen der Dithmarscher Kohltage zahlreiche Besucher in die direkte Nachbarschaft der Schleusenanlage.
Bei deftigen Spezialitäten und maritimer Live-Musik feierten Gäste und Einheimische ein friedliches und stimmungsvolles Fest direkt am Nord-Ostsee-Kanal.
Bürgermeister Martin Schmedtje eröffnete die Veranstaltung auf der Bühne gemeinsam mit der Dithmarscher Kohlregentin Saskia I.
Das Herzstück des Marktes war auch in diesem Jahr die traditionelle Kohltafel: Mit direktem Blick auf die Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) bietet das Event eine bundesweit einzigartige Kulisse.

Musikalisch untermalt wurde das bunte Treiben von den „Itzehoer Störschippern“, die das Publikum mit maritimen Klängen unterhielten.
Kulinarische Vielfalt trotz spürbarer Preisanstiege
Entlang des Gustav-Meyer-Platzes reihten sich zahlreiche Kunsthandwerks- und Food-Stände aneinander.
Das kulinarische Angebot reichte von deftigen Klassikern wie Kohlpfanne und Kohlrouladen bis hin zu außergewöhnlichen Kreationen wie der Grünkohlbratwurst.
Für die süßen Momente sorgten die Dithmarscher Landfrauen, die die Gäste mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Torten und traditionellen Förtchen verwöhnten.

Die allgemeine Inflation machte allerdings auch vor dem Bauernmarkt nicht halt: Viele Waren waren in diesem Jahr teurer als zuvor. So kostete die beliebte Kohlroulade statt der gewohnten 10,00 Euro nun 14,50 Euro, und auch die Grünkohlwurst verzeichnete einen kräftigen Preisaufschlag.
Preisstabilität und App-Steuerung bei Imkerfamilie Otte aus Hohenaspe
Ein Kontrastprogramm zur Preisentwicklung bot die Imkerfamilie Otte, die mit ihren Produkten aus Hohenaspe auf dem Markt auch in diesem Jahr vertreten war.
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Seit langer Zeit unverändert kostet das 500-Gramm-Glas Honig der Saison made in Hohenaspe und Umgebbung weiterhin 6,50 Euro.

Seniorchef Klaus Otte blickt zufrieden auf das Jahr zurück:
„Unsere Bienenvölker sind zwar bereits im Wintermodus und halten Winterruhe, aber wir freuen uns über eine sehr erfolgreiche Sommersaison.
Sage und schreibe 3,5 Kilogramm Nektar hat ein einziges Volk pro Tag eingetragen.“
Bei der Pflege ihrer 70 Bienenvölker setzt die Imkerfamilie inzwischen auch auf moderne Technologie: Eine spezielle App schlägt beispielsweise Alarm, sobald die Bienen während der Winterruhe zusätzlichen Futterbedarf haben. Damit die Völker gesund durch die kalte Jahreszeit kommen, wurden die Stämme vorab gegen die Varroamilbe behandelt.
Sollte das Herbstwetter noch einmal unerwartet warm werden, könnten die fleißigen Insekten allerdings noch einmal kurzzeitig aktiv werden.
📍Auf dem Bauernmarkt wurde über das Vorsorgen für Krisen und Kaatastrophen informiert
