Im Bild: Bettina Hadenfeldt, Projektmanagerin Trassensicherung und Bauleitung beim Windparkunternehmen Denker & Wulf, sowie Johannes Bahnsen, Abteilungsleiter Infrastrukturbau Süd bei der Firma Willi Pohl, informieren über die bevorstehenden Kabelverlegungsarbeiten unter der Straße Liethberg

Zahlreiche Anwohner von der Straße Liehtberg folgten der Einladung zur Informationsveranstaltung und wurden herzlich vom Bürgermeister Hans Otte und der Projektmanagerin Bettina Hadenfeldt begrüßt.
Für die vier derzeit im Bau befindlichen Windkraftanlagen in den Gemeinden Hohenaspe und Ottenbüttel steht der Bau einer Kabeltrasse an, die den erzeugten Strom zu einem Umspannwerk weiterleiten soll. Die Kabeltrasse wird von den Windkraftanlagen aus über Hohenaspe verlaufen und dabei die Flurstücke von Drage, Looft und Christinenthal durchqueren, bevor sie das Umspannwerk Oldenborstel erreicht.
Im Ort Hohenaspe ist eine besondere Herausforderung bei der Trassenführung aufgetreten: Ein angrenzender Ackerbesitzer hat die Nutzung seines Grundstücks für die Verlegung des Erdkabels nicht genehmigt. Um dennoch eine geeignete Kabeltrasse realisieren zu können, wird die Trasse in diesem Bereich innerhalb des Ortsgebiets verlegt.
Für die Verlegung der Erdkabel sind die Genehmigungen privater Grundstückseigentümer erforderlich, da diese sonst nicht auf ihren Flächen durchgeführt werden dürfen. Im Gegensatz dazu sind Eigentümer von Gemeindeflächen verpflichtet, der Nutzung für die Kabelverlegung zuzustimmen.
Einige Landwirte vor Ort zeigen sich kritisch gegenüber dem Projekt, obwohl die Erdkabel unterirdisch verlaufen und somit sichtbar nicht ins Landschaftsbild eingreifen, befürchten sie weitreichende Einschränkungen bei der Bewirtschaftung ihrer Ackerflächen. Die Nutzung der Flächen kann durch die unterirdisch verlegten Kabel beeinträchtigt werden, was zu Nachteilen in der landwirtschaftlichen Nutzung oder einer späteren Bebauung führen kann.
Um Beeinträchtigungen der Anwohner an Straßen, insbesondere im Liethberg, möglichst gering zu halten, wird ein modernes Spülbohrverfahren vom Unternehmen Pohl eingesetzt. Mit diesem Verfahren ist es möglich, die Kabel ohne Aufgrabungen unter der Straße hindurchzuführen. Dabei sollen die Kabel in einer Tiefe von etwa zwei bis drei Metern verlegt werden, was einen sicheren Schutz für die Infrastruktur und eine möglichst geringe Störung des Straßenverkehrs gewährleistet. Die Bauausführenden meinen, dass sie 100 Meter Kabel am Tag verlegen können.

Die Bauausführung wird in Kürze anlaufen. Die Verlegung der Kabel auf einer Länge von rund 400 Metern wird je nach Bodenbeschaffenheit in der Straße zügig erfolgen, um die Einschränkungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.
Es wurden Fragen gestellt und fachliche Auskunft gegeben. Zwei Gemeinderatsmitglieder legten Bratwürstchen auf den Grill am Bürgersaal. Getränke standen bereit.
Betont wurde von der Unternehmensleitung, dass diese Veranstaltung nur auf Wunsch vom Bürgermeister Hans Otte erfolgte. Üblich wäre dieser Aufwand nicht.

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