Holzeinschlag im Waldgebiet Halloh bei Ottenbüttel 

03.07.2026  |   Maike Dudde  |   Allgemein

Auf dem Rückweg von Itzehoe durch das Waldgebiet Halloh traf ich zufällig den Revierförster aus Drage. 

Das Waldstück, das wegen der Holzfällarbeiten einige Zeit für Fahrradfahrer und Spaziergänger gesperrt war, ist inzwischen wieder begehbar. Mit dem Fahrrad ist es derzeit aufgrund der Nässe allerdings – wie ich aus eigener Erfahrung feststellen musste – nicht zu empfehlen.

👉 Jan Hinrich Bergmann war am Abend gerade dabei, die Holzstämme zu markieren. Dennoch nahm er sich die Zeit, mir interessante Informationen über die dort durchgeführten Holzfällarbeiten und das ausführende Unternehmen zu geben.

Holzernte im Waldgebiet Halloh: Rekordpreise bestimmen die Vermarktung

Im Waldgebiet Halloh bei Ottenbüttel wurde vor kurzer Zeit 60 bis 80 Jahre alte Rotbuchen, Ahornbäume und knorrige Hainbuchen gefällt. Nach Angaben des zuständigen Försters handelt es sich um den ersten größeren Einschlag in diesem Bereich des Staatsforstes seit mehr als 30 Jahren.

Die Holzpreise haben aktuell ein Rekordniveau erreicht. 

Für das hier geschlagene Holz gibt es zwei Absatzmöglichkeiten: Ein Teil wird nach Creuzburg in Thüringen geliefert, wo das Holz zu Stuhllehnen verarbeitet wird. Diese werden laut Förster Jan Hinrich Bergmann unter starker Hitze in Form gepresst. Das Unternehmen hätte gern die gesamte Menge von rund 1.000 Festmetern gekauft. Da Brennholz derzeit jedoch höhere Preise erzielt, wird nur ein Teil des Holzes nach Thüringen gehen.

🌳🌲🌱Förster Jan Hinrich Bergmann betreut ein 1.515 Hektar großes Revier und lässt dort jährlich rund 10.000 Festmeter Holz einschlagen.

Jan Hinrich Bergmann macht Überstunden, da der Regen diese Arbeiten verhindert hat

Was geschieht mit den Zweigen der gefällten Bäume? Dazu erklärt der Förster: „Die Zweige mit Laub verbleiben im Wald und dürfen nicht genutzt werden. Das ist anders als in Niedersachsen, wo der gesamte Baum entnommen werden darf.“

Das etwa 95 Hektar große Waldgebiet Halloh muss nach dem Einschlag nicht aufgeforstet werden. Der Wald verjünge sich dort auf natürliche Weise durch Esche, Ahorn und Buche, berichtet Bergmann. 

Der vorhandene kleine Rehbestand stelle für die jungen Bäume derzeit keine Gefahr dar.