Iris Henze und Carsten Maaß registrieren in der Ünnerst Dörpstraat seit dem Vortag einen Heimkehrer auf ihrem Horst. Dass es sich nicht nur um eine kurzfristige Erholungspause handelt, erkennt Iris Henze daran, dass der Storch ohne Ring bereits mit dem Nestausbau begonnen hat. Wie in den Jahren zuvor holt er das Material dafür vom Eselstall in der Nähe des Horstes. Die Eigentümer sind daher fest davon überzeugt, dass es sich um Henry, den männlichen Weißstorch vom letzten Jahr, handelt. Er hat im Jahr zuvor mit „Guste” sehr erfolgreich den Nachwuchs aufgezogen.
Eigentlich kam die Störchin Guste seit Jahren immer Ende Februar als Erste aus dem Winterquartier zurück und wartete geduldig auf einen Partner.
Iris Henze hofft, dass „ihre” Guste nicht von der Geflügelgrippe dahingerafft wurde, wie es so vielen anderen Störchen ergangen ist. Aber Geduld ist angesagt, vielleicht taucht sie bereits schon in wenigen Stunden auf?

In Spanien wurden vermutlich aufgrund des Ausbruchs der Geflügelpest Massen an verendeten Störchen aufgefunden. Es bleibt also spannend, wie viele Störche nach Schleswig-Holstein aus dem Winterquartier zurückkommen.
Das Timing für die Ankunft ist gut. Erstens wird das Wetter laut Bericht frühlingshaft und zweitens wurde der Horst vor Kurzem von Frank Zyweck, dem Storchengebietsbetreuer, instand gesetzt.
Der Horst in Hohenaspe ist derzeit noch leer; der vor wenigen Tagen dort entdeckte Storch ist wohl weitergezogen. Außerdem ist der Horst noch nicht bezugsbereit. Gras wächst aus dem Nest, weshalb ich mich erkundigen werde, ob Herr Zyweck mit seinem Hochsteiger angefordert wurde.
👉Auf Nachfrage, kommt das Team heute am Nachmittag nach Hohenaspe
Frühjahrsputz im Storchenhorst

👉Und da kamen Frank Zyweck aus Vaale und Storchenfreund Jens aus Gribbohm auf der Rückfahrt von Hohenlockstedt auch schon in Hohenaspe Am Sportplatz mit dem Hochsteiger an.
In Hohenlockstedt musste ein neuer Horst aufgestellt werden.
Aus dem Horst in Hohenaspe konnte jede Menge Unrat entsorgt werden. Dabei waren ein Strick und Massen an gefrorener Erde, in der sich zahlreiche lebendige Regenwürmer tummelten.
In der freien Natur, also dort, wo es keine Storchenbeauftragten gibt, die sich um einen sauberen, trockenen Horst kümmern, wird er einfach von den Störchen überbaut, weshalb die Horste in die Höhe steigen.
Frank erzählt, dass sie mit ihrer Arbeit hoffen, dass die geschlüpften Storchenküken bessere Lebensbedingungen vorfinden. „Dadurch, dass das Nest mit den neuen, aufgefüllten Hackschnitzeln trocken bleibt, gibt es eine bessere Chance für den Storchennachwuchs”, so der Vaaler.
Die Anwohner der Straße bedanken sich für die Arbeit in luftiger Höhe und haben für die Mühe Geld gesammelt. Dies wird nach getaner Arbeit bei einer Tasse heißen Kaffees übergeben.


Trotz gefrorener Erdklumpen aus dem Strochenhorst wimmelt es von Regenwürmern.
Nachtrag:
Meldung aus Kaaks den 2. März