Bürgerdialog zum Thema „Mögliche Erweiterung des Gewerbegebiets”

26.09.2026  |   Maike Dudde  |   Unser Dorf Veränderungen im Ort

Ein Projektkoordinator sowie Maren F. von der Schnakenburg-Stadtplanungsgesellschaft mbH stellten erste Planungen für ein Rechenzentrum vor. 

Dabei wurden die vorgesehenen Auflagen und der zeitliche Rahmen des Vorhabens erläutert. 

 In der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde mit mehr als 100 interessierten Bürgern wurden unterschiedliche Positionen und Fragen zum geplanten Vorhaben kontrovers erörtert.

Seit Wochen kursierten in der Gemeinde zahlreiche Gerüchte über die mögliche Ansiedlung eines Rechenzentrums und sorgten bei vielen Bürgern für Unruhe und offene Fragen. Entsprechend groß war die Erwartung an den Bürgerdialogabend, bei dem der Projektentwickler erstmals ausführlicher über die bisherigen Planungen, mögliche Auswirkungen und den weiteren Ablauf informierte. 

 👉Denn sollte das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, würde die Ansiedlung eines Rechenzentrums für Hohenaspe eine erhebliche Veränderung bedeuten. 

Ein Projekt dieser Größenordnung könnte die Gemeinde sowohl vor neue Herausforderungen stellen als auch Chancen eröffnen – etwa im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung, die Infrastruktur und mögliche Einnahmen.

 Gleichzeitig beschäftigen die Anwohner verständlicherweise Fragen nach den Auswirkungen auf das Landschaftsbild, den Verkehr, die Umwelt und die unmittelbare Lebensqualität vor Ort.

 Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde jedoch deutlich gemacht: Eine endgültige Entscheidung über die Ansiedlung ist bislang nicht getroffen worden. 

Zwar hat es bereits Gespräche mit den 16 betroffenen Landeigentümern gegeben, konkrete Zusagen oder eine abschließende Genehmigung liegen nach den Aussagen des Projektentwicklers jedoch noch nicht vor. 

 „Alles ist bis zu diesem Zeitpunkt nur auf dem Schreibtisch entworfen“, versicherte der Projektentwickler während der Veranstaltung mehrfach. 

Damit machte er deutlich, dass sich das Vorhaben noch in einer frühen Planungsphase befindet und zahlreiche weitere Schritte notwendig wären, bevor aus den bisherigen Überlegungen ein tatsächlich umsetzbares Projekt werden könnte. 

 Auch zeitlich wäre eine mögliche Realisierung nicht kurzfristig zu erwarten.

 Nach Angaben des Projektentwicklers würde allein die Schaffung des erforderlichen Baurechts einen Zeitraum von etwa drei bis vier Jahren in Anspruch nehmen. 

Bis dahin müssten zahlreiche Prüfungen, Planungen und Abstimmungen erfolgen. 

Für die Gemeinde und die betroffenen Anwohner bedeutet dies vor allem: Es besteht noch ausreichend Zeit, sich mit dem Vorhaben auseinanderzusetzen, offene Fragen zu klären und die weiteren Planungsschritte aufmerksam zu begleiten.

 Der Bürgerdialogabend sollte daher weniger eine bereits beschlossene Ansiedlung verkünden, sondern vor allem erste Informationen liefern und den aktuellen Stand der Überlegungen darstellen.

📍Gleichzeitig zeigte die große Aufmerksamkeit, die das Thema bereits im Vorfeld in der Gemeinde ausgelöst hatte, wie groß das Interesse und der Informationsbedarf der Bevölkerung sind. 

❗Wie kontrovers die Pläne gesehen werden, wurde spätestens in der anschließenden Diskussionsrunde deutlich. Zahlreiche Besucher hinterfragten das Vorhaben kritisch und äußerten teils erhebliche Bedenken.

 Dabei wurden insbesondere die möglichen Auswirkungen auf die Gemeinde, die Anwohner und die Umgebung thematisiert.

Einen Bericht über die Pläne gibt es demnächst. Dieser erfolgt in geforderter Abstimmung mit dem Projektleiter.