Zum Abschluss des Jahres 2025 zählte die Gemeinderatssitzung im Bürgersaal mehr Zuhörer als Gemeindevertreter. Lag das große Interesse an den Tagesordnungspunkten?

Nach dem üblichen Ablauf mit Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Einwohnerfragestunde informierte Michael Eicke (AWG) über das Ergebnis der Bürgerbeteiligung zum Thema Spielplatzgestaltung in der Schönen Aussicht.
Demnach wurde sich eindeutig für die dritte Variante, das Schiff, entschieden.

Insgesamt haben 99 Personen an der Umfrage teilgenommen. Bei der digitalen und der Papierstimmabgabe wurde jeweils für Variante 3 abgestimmt. Somit haben 72 % für das Spielschiff gestimmt.
Hundesteuersatzung zum 1.1.2026
📍Zum Thema Hundesteuer gibt es eine Anpassung von derzeit 60 € auf 75,-€ für den 1. Hund, 75,-€ für den 2. Hund für gefährliche Hunderassen 600,-€
Knickausgleich:
Da der verloren gegangene Knick in Ohlanden (er wurde zum Teil als Gartenland genutzt) ersetzt werden muss, ist ein Knickausgleich erforderlich. Es wird ein Anbieter gesucht. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, an einen wirtschaftlichen Bieter den Auftrag zu erteilen.
Nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sind 838 Meter Knick auszugleichen.
📍Nutzung des Förderprogramms “Sanierung kommunaler Sportstätten”„Hohenaspe wird sportlich“)
Die Gemeindevertretung habe dem Vorsitzenden der Vereine (z.B. Grundschule, TSC, Bogenschießen, Angelverein) bereits ihre finanzielle Unterstützung zugesichert. Für diesen Zweck sollen im Haushaltsplan2026 (Finanzplan) 35.000 Euro veranschlagt werden.
📍Finanzierungsvereinbarung mit dem Ev.-Luth. Kita-Werk Rantzau-Münsterdorf
Zum Thema Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung mit dem Ev.-Luth. Kita-Werk Rantzau-Münsterdorf gGmbH ab 2025 gibt es laut Michael Eicke für die Gemeinde Hohenaspe, wie auch schon im Jahr 2024, keinen Handlungsspielraum.
Der Finanzausschuss/die Gemeindevertretung nimmt die vorliegende Vereinbarung zur Finanzierung der Ev.-Luth. Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ in Hohenaspe ab 2025 zustimmend zur Kenntnis.
Die Gemeinde Hohenaspe erhält als Standortgemeinde die SQKM-Fördermittel (Standard-Qualitäts-Kosten-Modell) und leitet diese direkt an das Kita-Werk als Träger der Kindertageseinrichtung weiter. Leider haben diese Fördermittel in den letzten Jahren nicht zur Deckung der Betriebskosten gereicht.
Über einen Betreuungsschlüssel werden die nicht gedeckten Kosten unter den Gemeinden aufteilt. Da ca. 60% der Kinder aus Hohenaspe stammen, beteiligt sich die Gemeinde auch mit 60% an den nicht gedeckten Betriebskosten. Die verbleibenden Kosten werden zum großen Teil von den Gemeinden Drage, Ottenbüttel und Kaaks getragen.
Der Wirtschaftsplan für 2025 weist ein Defizit von rd. 197.000 € und der Wirtschaftsplan für 2026 weist ein Defizit in Höhe von rd. 10.000 € für den Betrieb der Kita „Unterm Regenbogen“ aus.
👉Erneuerung der Sirenenanlagen:
Im Zuge der Modernisierung des Bevölkerungswarnsystem unterstützt das Land Schleswig-Holstein die Kommunen beim Ausbau und der Erneuerung des Sirenennetzes. Zweck der Förderung ist es, die Warnung der Bevölkerung zu stärken. Sirenen sind hierfür nach wie vor ein etabliertes Warnmittel.
Die Gemeindevertretung zu beschließt, die Sirenenanlage auf dem Dach der Grundschule zu erneuern.
Bürgermeister Hans Otte ergänzt, dass zukünftig für die Gemeinde Hohenaspe eine Sirene ausreichend sei. Diese könne wie bisher auf dem Dach der Grundschule installiert werden. Die Kosten hierfür würden sich auf ca. 24.000 Euro belaufen.
📍Erlass der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2026 mit Ergebnisplan, Finanzplan, Investitionsplan und Stellenplan
Herr Eicke erläutert die Eckdaten der Haushalts- und Finanzplanung der Gemeinde. Der Haushaltsplan kann im Haushaltsjahr 2026 erneut nicht ausgeglichen werden. Das erhebliche Defizit in Höhe von rd. 900.000 Euro resultiert insbesondere aus folgenden Maßnahmen:
-Erneuerung des Bodenbelages in der Sporthalle,
-Schulkostenbeiträge für zwei (Schul-)Jahre,
-weiter steigender Zuschussbedarf für die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen,
-Sanierung des Wirtschaftsweges nach Ridders und
-höhere Kreisumlage
☹️Auch in den Folgejahren kann der Haushalt voraussichtlich nicht ausgeglichen werden. Formal müsse sich die Gemeinde deshalb mit Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung beschäftigen.
📍Ende Januar 2026 soll es nach Planung einen Jahresempfang geben
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👉Für Schlagzeilen sorgt die letzte Entscheidung aus der parallel verlaufenden Kreistagssitzung am 11. Dezember.