Probleme gibt es bei der Abreise der W:O:A Besucher

Wie sie gekommen sind, reisen die 85.000 WOA-Besucher bei Regen ab.
Wer es jedoch bis auf die Autobahn in Richtung Hamburg geschafft hat, kann sich freuen, denn viele hängen noch auf dem Gelände fest und warten darauf, von einem der zahlreich eingesetzten Trecker abgeschleppt zu werden. Der matschige Untergrund hält sie fest.

Ohne Gummistiefel und Abschleppdienst geht hier nichts
Der Traktorbesitzer aus der Nähe von Husum ist seit dem Vortag um 18 Uhr mit Ablösung im Dienst.
Ich durfte ihn bei seinem 111. Einsatz begleiten.
Einer der zahlreichen Abschlepptreckerfahrer fragte mich, ob ich ihn auf einer Tour begleiten möchte.
Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Welch ein Glück, dass ich Gummistiefel trug! Ohne diese wäre ich gar nicht zum Trecker gekommen, denn auf diesem Gelände geht nichts mehr ohne sie.
Im Rahmen des Abschleppvorgangs ist zunächst die Unterzeichnung eines Formulars erforderlich, welches die Haftung des Dienstleisters im Falle eines Schadens ausschließt.
Und ab hier hat man wieder freie Fahrt, weil da Beton unter dem Weg sein soll.

W:O:A 2025 ist beendet

Im Wacken-Dorf sind überall verlassene Schuhe zu entdecken. Was soll man auch damit anfangen, wenn man auf den Shuttlebus oder das Taxi wartet?

Auf dem Gelände selbst wird es mehr als nur verwaiste Schuhe geben.
Tschau Wacken Holyland

Was auffällt ist, dass alle trotz des miesen Wetters immer noch gute Laune haben und vom Festival begeistert sind. Diese Feststellung wird mir auch vom Abschleppdienst bestätigt.
Es gibt noch viel zu tun:

Die Kosten für die Abschleppung trägt der Veranstalter.
Im Wacken-Dorf laufen die Aufräumarbeiten bereits auf Hochtouren.
Nachtrag zum Abschleppunternehmen auf dem W:O:A Gelände:
Abschlepper Sven Massow komme aus Oldenswort auf der Halbinsel Eiderstedt im Kreis Nordfriesland. Er betreibe dort ein Lohnunternehmen, das in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen tätig ist.
Er wurde beauftragt, in Wacken bei der Abreise der Festivalgäste zu unterstützen – konkret beim Rausziehen von festgefahrenen Autos und Campingfahrzeugen vom Gelände.
🚜Insgesamt waren rund 30–35 Schlepper im Einsatz. Von seinem Unternehmen waren vier Traktoren vor Ort.
Schon ab Dienstag waren Landwirte und Lohnunternehmer aus der Region mit ihren Maschinen im Einsatz, um Fahrzeuge aufs und wieder vom Gelände zu ziehen.
Die gesamte Einsatzkoordination wurde ausschließlich von einem Landwirt aus Gribbom organisiert.
Für die Festivalgäste war dieser Service kostenlos – die Kosten wurden vollständig vom Veranstalter übernommen.
Es wurde rund um die Uhr gearbeitet. Die Fahrer wechselten im Rhythmus von 8 bis 10 Stunden, damit durchgehend konzentriert und sicher gearbeitet werden konnte. Dank der guten Organisation mussten die Gäste meist nicht lange auf Hilfe warten.
👉Neben dem Rausziehen sind wir auch in weiteren Bereichen rund ums Festival beauftragt:
So liefern sie unter anderem Stroh für den Farmers Market und das Wackinger Village und übernehmen kleinere logistische Unterstützungen im Hintergrund.
Viele Landwirte aus der Region tragen vor und während des Festivals mit großem Engagement dazu bei, dass das Festival reibungslos verläuft und für die gesamte Region ein Erfolg wird.
Dieser Zusammenhalt ist beeindruckend – egal ob bei logistischen Arbeiten, spontaner Hilfe oder langfristiger Planung.
Bereits 2023 hat das Unternehmen in größerem Umfang mitgeholfen – beispielsweise beim Verlegen von Bodenplatten und beim Anlegen interner Fahrstraßen, damit das Festival möglichst reibungslos ablaufen konnte.